Historische Maltechnik für Säulen, Pilaster und Gründerzeit-Interieur.
Echte Marmorimitation ist eine der anspruchsvollsten handwerklichen Maltechniken – ein Kunsthandwerk, das in Deutschlands Malerbetrieben fast verschwunden ist. Otto, unser Spezialist für dekorative Techniken, beherrscht die klassische Ei-Tempera-Methode: Grundierung, mehrere Farbschichten, freie Adern mit dem Pinsel, Versiegelung mit geschliffenem Wachs oder Schellack. Das Ergebnis täuscht selbst aus kurzer Entfernung echten Stein vor.
Klassische Mehrschichttechnik mit transluzenten Lasuren – jede Ader ist handgemalt, kein Druck, kein Aufkleber.
Flader-, Maserung- und Astmuster auf glattem Untergrund – für historische Türen, Vertäfelungen und Treppenwangen.
Wir erkennen alte Techniken und arbeiten sie authentisch weiter – ideal für denkmalgeschützte Häuser und Altbauten.
Abschließende Politur schützt das Finish und gibt die lichtreflektierende Tiefe, die echten Marmor imitiert.
Besprechung des gewünschten Marmortyps oder Holztons. Ggf. Fotos oder Proben des Originals als Vorlage.
Glatter, sorgfältig geschliffener Untergrund ist Pflicht – jede Unebenheit zeigt sich später durch das transluzente Finish.
Die Grundfarbe definiert den hellsten Ton des Marmors. Aufgetragen und plan getrocknet.
Mehrere transluzente Lasurschichten mit gezogenen Adern, freier Hand oder Feder. Trocknungszeit zwischen je zwei Lagen.
Abschließendes Schleifen (2000er Körnung) und Polieren mit Wachs oder Schellack.
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Richtwert
80–180 € / m²
Marmorimitation einfach: 80–120 €/m². Komplexe Adermuster: 120–180 €/m². Holznachahmung: 60–100 €/m².
Klassischerweise für Säulen, Pilaster, Kaminverkleidungen, Nischen, Fensterbänke und Treppenhauswände. In Gründerzeitwohnungen gibt es oft bereits originale Marmorierungen an Türrahmen oder Stuckprofilen, die wir ergänzen oder restaurieren.
Bei fachgerechter Ausführung und gelegentlicher Pflegewachsbehandlung (alle 2–3 Jahre) hält eine klassische Marmorimitation 30+ Jahre. Historische Beispiele aus dem 19. Jahrhundert sind heute noch erhalten.
Nur bedingt, da Öl-Tempera-Systeme feuchtigkeitsempfindlich sind. Für Feuchträume empfehlen wir Tadelakt oder mineralischen Spachtelputz als Alternative.
Ja – kleinere Beschädigungen können partiell retuschiert werden. Bei größeren Flächen ist ein Neuauftrag sinnvoller. Wir dokumentieren die verwendeten Farbtöne, um später kompatibel ansetzen zu können.
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